Verband Deutscher Verkehrs-Amateure



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Tagung 2003 (Niederlande)


Samstag, 23. August  - Lüttich (Liège)

Am Samstag trafen sich bereits auf dem Kölner Hauptbahnhof die meisten der knapp 50 Tagungsteilnehmer, um mit einer gemeinsamen Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug Thalys die Tagungswoche fachgerecht zu beginnen. Die Reise führte zunächst nach Lüttich (Liège) in Belgien, wo uns am Bahnhof ein Oldtimerbus, Baujahr 1952 von Nivelles-Leyland, abholte und zum ersten der zahlreichen Nahverkehrsmuseen unserer beiden Nachbarländer, dem "Musée des Transports en Commun du Pays de Liège" brachte. In einem ehemaligen Straßenbahndepot sind dort viele Straßenbahnwagen des Lütticher Netzes und der Umgebung von der Dampfbahnzeit bis zur Stilllegung mit viel Platz zum Fotografieren ausgestellt. Den besonderen Reiz für uns boten die ehemaligen Aachener Wagen, die in diesem Museum einen Platz gefunden haben und auch von Aachener Straßenbahnfreunden betreut werden. Eine Stadtrundfahrt mit unserem Sonderbus führte uns dann auf alten Tramrouten durch die Innenstadt und auf den die Stadt überragenden Festungsberg, bis wir, diesmal mit Regionalzügen, unser erstes Standquartier in Rotterdam in den Niederlanden erreichten.


Sonntag, 24. August  - Antwerpen

Tagung 2003

Wir starteten sehr früh zur Fahrt nach Antwerpen in den Vorort Berchem, von dessen Bahnhof ein längerer Fußmarsch zum "Vlaams Tram- en Autobusmuseum", wieder einem sehr großen, aufgelassenen Depot, notwendig war. Sehr freundlich wurden wir vom technischen Leiter des Verkehrsbetriebs begrüßt und durch die umfangreiche Sammlung geführt. Auch hier sind die vielen Wagen gut zu fotografieren. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem benachbarten Restaurant wurde uns mit dem PCC-Triebwagen 2000 (ehemals 7000) zunächst die historische Innenstadt bis zum "Kon. Museum voor Schone Kunsten" gezeigt. Nach zahlreichen Fotohalten vor den prächtigen Häusern der Stadt fuhren wir über die verwinkelte und teilweise eingleisige Strecke der Linie 12 (wegen einer Baustelle momentan mit Kletterweichen) in den Norden. Dort entstand in einer riesigen, von General Motors (Opel) aufgegebenen, Produktionshalle der moderne Betriebshof Noorderlaan. Nach einer fachkundigen deutschsprachigen Führung brachte uns ein moderner Siemens-Niederflurwagen, in Lizenz gebaut von DWA in Bautzen, auf die Neubaustrecke nach Keizerhoek. Abschliessend konnten wir mit dem PCC-Wagen auch noch die Tunnelstrecken kennen lernen. Nach dem Ausstieg am Hauptbahnhof blieb dort noch genügend Zeit, den dichten Verkehr auf dem Bahnhofsvorplatz zu beobachten und die große Baugrube der unterirdischen Bahnsteige der künftigen Schnellfahrstrecke zu sehen, die aus dem bereits weitgehend entkernten und nun sehr modern eingerichteten Kopfbahnhof einen mehrstöckigen Durchgangsbahnhof machen.


Montag, 25. August  - Rotterdam

Tagung 2003

Zu Beginn der Haupttagung, holte uns unser Sonderzug, bestehend aus dem Vierachser 523 mit Beiwagen 1001 von 1931, in einer nicht mehr betriebsmäßig befahrenen Schleife direkt an unserem Hotel ab und fuhr mit uns auf einer langen Fahrt über die äußeren Tangentialstrecken (im Uhrzeigersinn) rund um die Stadt, bis wir den Rest des ehemaligen Depots Delfshaven der Tramway Stichting erreichten Dort sind auf engstem Raum einige historische Fahrzeuge der RET aufgestellt. Wieder wurden wir freundlich empfangen und erhielten eine ausführliche Erklärung der Museumswagen. Dann ging es über die beiden Betriebsstrecken im Westen der Innenstadt zu einem historischen Ereignis, das zufällig gerade an diesem Tag stattfand und das wir natürlich nicht auslassen konnten: Am Rathaus der Stadt am Hofplein wurde in einer festlichen Veranstaltung die Jungfernfahrt des ersten Citadis gefeiert, der aus Nebelwolken kommend durch einen Konfettiregen hindurch symbolisch die Stadtmauer durchstieß. Dann blieb genügend Zeit, sich zu stärken, auf eigene Faust mit der Straßenbahn Außenstrecken abzufahren oder gleich zum Betriebshof Hillegersberg zu fahren, wo Museumswagen abgestellt sind und die Nachmittagstour starten sollte. Diese führte uns dann mit dem Duewag-Vierachser 368 von 1965 über die neue Erasmusbrücke, die die eine Zeitlang getrennten Straßenbahnteilnetze wieder miteinander verbindet, in den südlich der Maas gelegenen Teil der Stadt. Natürlich reizte es uns, möglichst alle der verkehrenden Citadis-Wagen an ihrem ersten Betriebstag an der Erasmusbrücke, auf der Außenstrecke der Linie 20 und in der Endschleife Beverwaard zu dokumentieren, bis wir auf der Rückfahrt einen Abstecher zum Betriebshof Hilledijk machten, in dem die ehemaligen Wiener Züge in langer Reihe aufgestellt sind. Die Fahrt aus dem Depot führte uns noch über die nicht mehr planmäßig befahrene Straßenbahnschleife am U-Bahnhof Maashaven und ließ uns dann noch genügend Zeit, bei sonnigem Wetter das übrige Straßenbahnnetz zu erkunden.


Dienstag, 26. August  - Den Haag

Tagung 2003

Heute besuchten wir von Rotterdam aus das große Netz der Regierungsstadt Den Haag. Nach der Ankunft im Bahnhof "Hollandse Spoor" warteten wir auf dem seit der vorhergehenden Tagung vollkommen neu gebauten Bahnhofsvorplatz. Nach kurzer Zeit kamen jedoch die beiden PCC-Wagen 1022 und 1120 statt des bestellten Sonderzuges (Vierachser 215 und Bw 780), die uns auf der neuen Verbindungsstrecke unter dem westlichen Bahnhofskopf hindurch auf die historische Route nach Delft brachten. Zuerst sah es so aus, als ob wir nonstop in schneller Fahrt die Strecke „abfahren“ sollten . Erst nach energischer Intervention unseres Vorstands Rolf Hafke stellte sich heraus, dass seitens des Betriebes (trotz Bestellung) keine Fotohalte geplant waren. Sie wurden dann doch möglich, wenn auch nur an offiziellen Haltestellen. Natürlich liefen sie, von uns schon oft geübt, ohne Gefährdung von uns und dem übrigen Verkehr ab. Nur das bekannte Fotomotiv, der Straßenbahnzug vor der Windmühle in Delft, blieb uns hinter der prächtigen Laubfülle des inzwischen mächtig gewachsenen Baums großenteils verborgen. Auf der Rückfahrt konnten wir die neu gebaute Strecke der Linie 15 befahren, die über noch recht leere Gebiete am Rand der Neubausiedlungen führt. Das kundige Auge des Straßenbahnarchäologen konnte hier Streckenabzweigungen entdecken, diesmal aber nicht von stillgelegten Strecken, sondern die bereits für die geplante Strecke von Voorburg nach Delft eingebauten Weichen! Leider geriet das Programm mächtig durcheinander, so dass die Mittagspause wirklich zu kurz war, wenn man sich die Ausstellung im Museumsdepot Frans Halsstraat über die Geschichte der Straßenbahn in Den Haag aufmerksam anschauen wollte. Draußen auf dem Hof wartete aber unser Sonderzug, Tw 265 mit offenem Beiwagen 505, um uns über die Dampfstraßenbahnstrecke nach Scheveningen Haven zu bringen. Blauer Himmel über dem Meer im Hintergrund, vom erhöhten Standpunkt über der mit zwei Zügen besetzten Endschleife aus gesehen, belohnte die Fotografen. Zurück in der Innenstadt waren viele Fotos bei einem Stopp an der mehrgleisigen Haltestelle unter der Centraalstation möglich, und schließlich ging es an Madurodam vorbei nochmals nach Norden nach Scheveningen, diesmal aber zum Noorderstrand mit seiner vielgleisigen Endschleifenanlage. Nach einer notwendigen Verschnaufpause und Besuch einer naheliegenden Eisdiele durch einen großen Teil der Gruppe trafen wir uns dann in dem hinter hohen Häuserblöcken versteckten Betriebshof Scheveningen. Hier wartete der ex Haarlemer Stadtbahnzug A 327 + B 303 auf uns. Mit ihm fuhren wir zunächst nochmals zur Endschleife Haven, um auch ihn vor dem Meer und dann aber auch zusammen mit ex Hannoveraner Wagen der Reihe 6000 fotografieren zu können. Schließlich brachte er uns zurück zum Bahnhof HS, leider aber nicht weiter bis zur Centraalstation, von wo wir mit einem Linienbus hätten weiterfahren wollen. Die Zeit war zu knapp, und so waren wir glücklich, einen orts- und sprachkundigen Begleiter an diesem Tag zu haben. Der machte einen Schnellbus einer anderen Linie ausfindig, der unterwegs ganz planmäßig den bereits abgefahrenen Bus der Linie 43 wieder einholte. So etwas lässt sich kaum vorher und aus der Ferne organisieren. Danke schön!


Dienstag, 26. August  - Valkenburgsche Meerbahn

Tagung 2003

Der Linienbus brachte uns in gemütlicher Fahrt zur Valkenburgschen Meerbahn, einer 700 mm-Feldbahn an einem Badesee kurz vor Leiden. Die Diesellok 24 vor den offenen Beiwagen 46 und 45 wartete schon auf uns, um uns mit einigen Fotohalten bis zur Endstelle an der anderen Seeseite zu bringen, wo sie umspannte und wieder mit uns zurückfuhr, aber nicht nur bis zur Einstiegstelle, sondern ein Stück kurvenreiches Gleis weiter durch ein vorher mit massiven Ketten verschlossenes Eisentor zu den Depotschätzen des Betreibers. Zwei große Hallen mit acht Gleisen sind vollgestellt mit Fahrzeugen, die teils schon aufgearbeitet sind oder erst noch aufgearbeitet werden müssen. Voller Stolz wurden uns einige der Wagen, darunter auch ein Postwagen auf Feldbahngleisen, vor die Halle gezogen (auf "allgemeinen" Wunsch eines einzelnen Mitglieds!). Es machte dem Besitzer sichtlich Spaß, ein fachkundiges Publikum bei sich zu Gast zu haben. Die Rückfahrt mit Bus und Bahn über Leiden nach Rotterdam beendete einen ereignisreichen Tag.


Mittwoch, 27. August  - Ouddorp

Tagung 2003

Der Vormittag gehörte der Rotterdamer U-Bahn. Nach einer gemeinsamen Anfahrt mit Straßenbahn und U-Bahn war zunächst ein längerer Fußmarsch nötig, um den abgelegenen Eingang zur Metro-Werkstatt zu erreichen. Wieder erhielten wir eine fachkundige Einführung und dann eine lange Führung durch die Werkstatthallen und die anschließende Abstellanlage. Und obwohl zunächst nicht vorgesehen, wurden wir eingeladen, mit einem bereitstehenden Zug bei offenen Fahrerstandtüren zurück zur Haltestelle Kralingse Zoom und von da nach Osten zur Abzweigstation Capelsebrug mitzufahren. Dort wechselt am Ostkopf bei den Ein- und Ausfahrten der U-Bahnzüge die Stromabnahme von der Fahrleitung auf die Stromschiene oder umgekehrt. Am Nachmittag war eine Besichtigung der Museumsbahn in Ouddorp geplant. Um zur Abfahrtsstation des Busses zu gelangen, konnte man beide U-Bahnlinien Richtung Westen benützen, die vor der futuristischen Station "Tussenwater" mit guter Fotografiermöglichkeit zusammentreffen und auf derselben Strecke bis zur Endstation De Akkers fahren. Der Bus brachte uns dann in die Dünen zur "Stichting v/h Rotterdamsche Tramweg Maatschapij" südwestlich von Ouddorp, die die Erinnerung an die Dampfstraßenbahnen von Rotterdam in die südwestlichen Nachbarorte aufrecht erhält. Sie wurde an der jetzigen Stelle vollkommen neu gebaut und fährt der westlichen Küstenstraße entlang. Am südlichen Ende wird im dreigleisigen Bahnhof Port Zelande umgespannt, am nördlichen, De Punt, besteht seit diesem Jahr eine etwa einen Kilometer große Kehrschleife. Nach Mitfahrt mit dem "Werkstattzug" konnten wir zunächst an einer Fahrt mit einem Dampfzug teilnehmen. Nach der Besichtigung der interessanten Ausstellung zur Geschichte der Kleinbahnen und der umfangreichen Fahrzeugsammlung fuhren wir dann mit dem Dieseltriebzug "Sperber" nochmals auf die Strecke. Dieser hat eine bewegte Geschichte hinter sich, denn er wurde für die Ravensburger Straßenbahn gebaut, kam dann ein erstes Mal nach Rotterdam und wurde an die Zillertalbahn verkauft, die ihn schließlich wieder nach Rotterdam zurückgab. So kamen wir in den Genuss, drei unterschiedliche Zugarten mit mehreren Fotohalten in "Dünen" und am "Meer" nutzen zu können.


Donnerstag, 28. August  - Arnhem

Tagung 2003

Am Donnerstag war für viele Teilnehmer der Aufenthalt in Rotterdam beendet, denn die weitere Tagung fand weiter nördlich in der Amsterdamer Gegend statt. Die Fahrt dorthin wurde natürlich benützt, um alles für uns Interessante unterwegs zu besichtigen. So ging die Fahrt zunächst nach Haarlem, dem Endpunkt einer inzwischen berühmten früheren Überlandstraßenbahn von Amsterdam her und Ort einer eigenen städtischen, ebenfalls vergangenen Straßenbahn. In der Stadt wurden wir vom Fahrer bereits auf die alten Streckenführungen hingewiesen und konnten dann auch die Rosetten an den Hauswänden finden. Eine Ecke im heutigen Omnibusbetriebshof ist als Straßenbahnmuseum eingerichtet. Wir wurden mit einem Imbiss willkommen geheißen, konnten uns an den Ausstellungsstücken und einer Videovorführung erfreuen und die eigene Bibliothek mit Büchern ergänzen. Nach einer schnell vergangenen Stunde ging es weiter durch das Haarlemmermeer. Unterwegs kreuzten wir eine Omnibusstrecke mit durchgehend eigenem Fahrbahnkörper für ungestörten Betrieb. Natürlich musste auch ein solcher „Omnibuszug“ auf die Filmplatte gebannt werden. An unserem Zwischenziel Alphen pendelten wir einmal mit den neuen A32-Niederflurwagen, mit denen die Strecke von der HTM für die NS stadtbahnmäßig betrieben wird, über Boskoop nach Gouda und zurück. Nachdem das Fahrpersonal mit "Souvenirs" bestochen worden war, bestand dann doch die Möglichkeit, die Zugkreuzungen in Boskoop mit beiden Zügen zu fotografieren. Auf dem langen Weg nach Arnheim wollten wir dann einen Zwischenstopp in Houten einlegen, wo zwei ex-Hannoveraner 6000er ein Neubaugebiet mit dem Bahnhof Houten verbinden, bis nach dem Ausbau der Eisenbahnstrecke ein eigener Haltepunkt eingerichtet werden kann. Doch leider war gerade an diesem Tag wegen Bauarbeiten Betriebsruhe, und auch auf dem eingezäunten Abstellplatz war keine Spur von einem der Triebwagen zu entdecken. In Arnheim angekommen, lockte zweierlei: Ein historischer Obus fuhr mit uns vom Depot durch die Innenstadt längs früherer Straßenbahnstrecken zum "Openluchtmuseum", einem großen Freiluftmuseum mit aus den Niederlanden zusammengeholten historischen Häusern und vor allem einer Ringstraßenbahnlinie. Von der langen Busfahrt konnten wir uns zunächst bei Kaffee und Kuchen erholen und dann mit drei Museumswagen mehrere Runden mit ausgesuchten Fotohalten drehen, bevor wir durch das Museumsdepot geführt wurden. Zum Einsatz gelangte natürlich auch der "Nachbau" eines Arnheimer Straßenbahnwagens, jetzt auf Regelspurgleisen. Schließlich wurden uns im letzten Fotografierlicht ganz nach unseren Wünschen alle Züge vor die Halle gefahren. Auch unsere Gastgeber, alles ehrenamtliche MitarbeiterInnen, schienen diesen Tag sehr genossen zu haben. In die Abenddämmerung hinein fuhr uns unser Bus zum Hotel nach Amsterdam in unmittelbarer Nähe der Amstelstation.


Freitag, 29. August  - Amsterdam

Tagung 2003

Dort war auch am nächsten Tag der Start unserer Fahrt zur Metro-Werkstatt und der anschließenden Straßenbahnwerkstatt an der Metrostation Verrijn Stuartweg. Wieder erhielten wir wie überall eine fachkundige Führung durch die Hallen, so dass der Vormittag rasch verging und der Regen, der draußen inzwischen eingesetzt hatte, nicht weiter störte. Am Nachmittag hatte sich der Himmel wieder beruhigt, und wir konnten ohne aufgespannten Regenschirm an der Centraalstation auf das Eintreffen unseres Sonderzuges warten. Schließlich bog Tw 1 mit Bw 946 um die Ecke, nahm uns auf und fuhr uns mit mehreren Fotohalten in die südliche Vorstadt über die Amstelstation zum Betriebshof Lexstraat, in dem wir nach Belieben fotografieren konnten. Von da ging es weiter zum inzwischen geschlossenen Betriebshof Tollenstraat. Die Hoffnung, ihn genauso wie Lexstraat und später Havenstraat besichtigen zu können, wurde leider enttäuscht. Obwohl unsere Gruppe sich schon oft in schwierigem Gelände bewährt und nirgendwo zu Kritik Anlass gegeben hatte, wurde hier die räumliche Enge als Begründung genommen, uns den Besuch zu verwehren. Der "Höhepunkt" war, dass der Verein den (doch recht großen) Rechnungsbetrag nun in BAR von uns haben wollte, obwohl eine Rechnung mit Überweisung abgesprochen war. So ließ man uns über 30 Minuten warten – weiter ging es, nachdem wir einen Scheck ausgestellt hatten! (So etwas ist uns in den letzten Jahren nirgendwo passiert, begründet hat dies der Vorsitzende des Vereins AOM damit, dass "... mit Deutschen schon mehrfach Probleme bestanden haben..."! - Anmerkung: Dieses Verhalten wirft ein extrem schlechtes Licht auf den AOM, den eigentlichen "Museumsverein" der städtischen Verkehrsbetriebe GVB. Das alles nach weiteren Querelen in Amsterdam, dem "Nicht-Räumen" des Geländes Tollenstraat mit gerichtlicher Auseinandersetzung und dadurch von der Stadt und vom Betrieb erzwungener Kooperation der Vereine und Überstellung mehrerer Museumswagen auf die Museumslinie!). Der Anschlusszug mit 3x-Tw 891 (früher 491) und Bw 968 fuhr mit uns zunächst zum westlichen Betriebshof Havenstraat mit vielen Fotografiermöglichkeiten in dem weitläufigen Gelände, dann zur Endschleife der 17 in Osdorp und zur neuen Endstation der Linie 1, De Akker. Als kleiner Trost wurden wir auf der Rückfahrt noch bis zu unserem Hotel an der Amstelstation gebracht, wo dann am Abend pünktlich die Mitgliederversammlung beginnen konnte.


Samstag, 30. August  - Utrecht

Tagung 2003

Am Samstag erwartete uns nach einem vorverlegten Start und einer Eisenbahnfahrt in Utrecht am Bahnhof einer der neuen, für uns noch ungewohnten Doppelgelenkbusse und brachte uns zum Busbetriebshof. Wieder wurden wir mit einem Kaffee begrüßt und uns der Betriebshof vorgestellt. Glanzpunkt für Fotografen war das Nebeneinander des neuesten Busses und eines Oldtimers, die für uns nach unseren Wünschen in die Sonne gedreht wurden. Die anschließende Sonderfahrt führte wieder über eigene Bustrassen in das Krankenhausviertel und zurück. Die Utrechter Schnellbahn, deren Triebwagen nach einem Umbau nicht mehr so kantig wie früher aussehen, konnten wir auf eigene Faust abfahren und die seit dem letzten Besuch neu gebauten Verlängerungen nach Ijsselstein Zuid und Achterveld kennen lernen. Einige Teilnehmer nutzten die Pause auch dazu, den zwei Tage zuvor ausgefallenen Besuch bei der Pendellinie in Houten nachzuholen. Auf der Rückfahrt mit dem Bus gerieten wir in einen Autobahnstau, der unseren Fahrer dazu veranlasste, sich einen anderen Weg auf einer parallelen Autobahn zu suchen. Allerdings war die Verspätung so groß geworden, dass unser Sonderzug von Medemblik ohne uns abfahren musste und uns erst auf dem Unterwegsbahnhof Twisk aufnahm. Die andere Reisegruppe in dem Sonderzug musste sich trotz ihres festen Abendessentermins während unserer Fotohalte in Geduld üben. Sie trug es mit Fassung, nachdem unser 1. Vorsitzender um Verständnis gebeten hatte. Auch wir trafen einigermaßen pünktlich im Endbahnhof Hoorn ein, der als Museumsbahnhof mit seinem Stellwerk und dem beschrankten Gleisübergang einen typisch englischen Eindruck macht. Der Abend in Amsterdam ließ die Tagung bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Fischlokal gemütlich ausklingen.


Sonntag, 31. August  - Amsterdam

Tagung 2003

Und doch gab es noch einen letzten Höhepunkt am Vormittag. Die Tagungsgruppe traf sich in der Haarlemmermeerstation der Amsterdamer Museumsstraßenbahn. Ein letztes Mal konnten wir ein Museumsdepot mit Triebwagen aus ganz Europa besichtigen, die in unterschiedlichsten Erhaltungszuständen auf ihre Restaurierung warten oder bereits mustergültig restauriert sind. Mit einem Wiener Triebwagen starteten wir zur Fahrt Richtung Haarlem mit vielen Fotohalten längs eines typisch holländischen Kanals, wurden vom nachfolgenden Zug eingeholt, mit ihm gekuppelt, von anderen gekreuzt, bis die Fahrt vor Erreichen des Ziels in Bovenkerk an einer Gleisunterspülung zu Ende war. Und nach der Rückkehr von diesem schönen Ausflug wurden wir auch noch zum Abschluss mit Broten und Getränken reichlich bewirtet, bis die Teilnehmer in alle Himmelsrichtungen aufbrachen – einige mit IC, andere mit dem ICE3 nach Köln.


Wo uns keine Fotos von der Tagung vorliegen, zeigen wir andere Aufnahmen der erwähnten Fahrzeuge aus dem Archiv des VDVA-Webmasters (www.tra.ms)

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