Verband Deutscher Verkehrs-Amateure



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Tagung 2001 (Schweiz)


Samstag, 18. August  - Basel

Tagung 2001

Unser Programm begann an der Hst. Heuwaage der Baselland Transport (BLT). Bei schönem Wetter traf der VDVA-Sonderzug Ce2/4 Nr.12 und C3 Nr. 27 an der Heuwaage pünktlich ein, gefahren vom Leiter der Fahrschule der BVB und begleitet vom BVB-Betriebsleiter. Dann ging die Fahrt entlang der Linie 10 über Ettingen, Witterswil und Flüh nach Leymen. Dieser Ort liegt auf französischem Gebiet, was an der Straßenbeschilderung deutlich zu erkennen ist. Wir mussten uns nun beeilen, um vor dem Linienwagen den Endpunkt Rodersdorf zu erreichen. Auf der Rückfahrt zur Heuwaage wurde dann in Leymen nochmals ein ausgiebiger Fotohalt eingelegt. An der Haltestelle Zoo stiegen die meisten Fahrtteilnehmer aus und bezogen ihre Fotostandpunkte. Auf der Rückfahrt zum Depot blieb dann unserer Sonderzug unter dem Viadukt einige Zeit stehen. Die über den Viadukt fahrenden Züge wurden vom Betriebsleiter über Funk zum langsameren Fahren aufgefordert, so dass wir in Ruhe Fotos mit Bahnen auf beiden Strecken schießen konnten. Anschließend war noch Zeit genug, die durch die Sperrung der Mittleren Brücke abweichende Linienführung fotografisch festzuhalten.


Sonntag, 19. August  - Waldenburgerbahn

Tagung 2001

Zunächst war ein Ausflug mit der Waldenburger Bahn (WB) von Liestal nach Waldenburg organisiert, wo wir einen kleinen Rundgang durch das Depot machen konnten und vom Betriebsleiter Einiges über die zukünftigen Planungen der WB erfuhren. Da die Spurweite von 750mm für eine Regionalbahn mittelfristig zu viele Probleme bereitet, ist bei dem in absehbarer Zeit erforderlichen Ersatz der vorhandenen Fahrzeuge die Umspurung der Strecke beabsichtigt. Nach der Rückkehr nach Liestal steuerten die Fahrtteilnehmer unterschiedliche Ziele an, so das Verkehrshaus Luzern, das VDVA-Mitgliedern Sonderkonditionen zum Eintritt gewährt, den Vierwaldstätter See, den Pilatus oder die Solothurn-Niederbipp-Bahn (SNB).


Montag, 20. August  - Bern

Tagung 2001

Im Depot Eigerplatz wurden wir durch Mitarbeiter von "Bernmobil", wie sich der Verkehrsbetrieb neuerdings nennt, begrüßt. Die neue rote Farblackierung wurde uns als Bestandteil des neuen Marketingkonzepts erläutert. Desgleichen erfuhren wir, dass in Planung ist, die beiden O-Buslinien Nr. 13 und 14 auf Trambahnbetrieb umzustellen, da sie ein großes Potenzial an Fahrgästen aufweisen. Es folgte eine Besichtigung des Depots und der Werkstätte. Danach fuhren wir mit einem Sonderzug aus Tw 37+Bw 204+Bw 239 nach Weissenbühl, wobei der Tw mit seinen zwei Bw auf der Steigungsstrecke schon etwas Mühe hatte. über die Betriebsstrecke ging es weiter zur Strecke nach Wabern, Hauptbahnhof und über Eigerplatz nach Weissenbühl. Dort stiegen wir um auf den zweiten Sonderzug aus Tw 145 und Bw 311 ("Märlitram"), mit dem wir zum Guisanplatz und zurück zur Zytglogge fuhren. Da die Strecke von der Zytglogge bis zum Depot Burgernziel wegen Bauarbeiten gesperrt war, mussten wir diesen Abschnitt mit den Bussen des Schienenersatzverkehrs zurücklegen. Im Depot Burgernziel fand ein kurzer Rundgang statt, anschließend konnten am Stand des Tramvereins Bern Postkarten und Tramsouvenirs erworben werden. Mit SEV-Bus fuhren wir nach Egghölzli und von dort mit der – verkürzten – RBS-Linie G nach Worb. Nach einer kurzen Mittagspause wurden wir mit einem Sonderzug in die Werkstatt Worbboden gefahren, wo wir eine ausführliche Besichtigung vornehmen konnten. In Worblaufen war wahlweise ein Rundgang durch das Depot oder eine Besichtigung der Leitstelle möglich. Danach gab uns der RBS-Direktor in einem lebhaften, mit launigen Anmerkungen gewürzten Vortrag einen kleinen Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Betriebs „Regionalverkehr Bern Solothurn“, woran sich eine ausführliche Diskussion anschloss. Da wir für diesen Tag den „Swiss Flexi Pass“ benutzten, konnte die Rückfahrt individuell vorgenommen werden.


Dienstag, 21. August  - Basel

Tagung 2001

Wir trafen uns um 9 Uhr am Kantonsspital zur Fahrt mit einem neuen Combino über die umgebauten Gleisanlagen des Messeplatzes und des Badischen Bahnhofs, weiter via Wettsteinbrücke zum Bahnhof SBB und über Schifflände zum Wiesenplatz. Zunächst wurde im Hof der Hauptwerkstatt der Combino detailliert erläutert, danach konnten wir bei einem Rundgang durch die Werkstatt unter anderem einen Beiwagen sehen, der durch eigenes Personal mit einem Niederflurmittelteil versehen wird. Nach einer kleinen Pause ging es zu Fuß zum Depot Wiesenplatz, wo durch die BVB eine große Oldtimerparade geboten wurde. Als Schmankerl fand eine kleine Rundfahrt mit einem 4x-Standard-Tw (413) durch Kleinhüningen statt. Ab 13 Uhr wurde es dann richtig aufregend: Mit dem Badwännli-Zug (Tw 181+Bw 1045+Bw 1046) und einem geschlossenen Zug (Tw 126+Bw 309) fuhren wir nach Allschwill und dann mit einem kurzen Halt im Depot Morgartenring zum Aeschenplatz. Mit einem Abstecher zum Depot Wolf mit Besichtigung des Geländes der Bahnmeisterei ging es über dann über die im Juni neu eröffnete Hochbahnstrecke der BLT zwischen Münchensteiner Brücke und Centralbahnplatz (Bf SBB) und via Aeschenplatz zum Kantonsspital, wo wir in 5 Min. Fußmarsch das Hotel erreichten.Einer der Höhepunkte dieser Tagung war am Abend die Fahrt mit dem Restaurant-Tram Tw 450 "Dante Schuggi" durch das abendliche Basel vom Kantonsspital über St. Louis Grenze nach Riehen/Grenze, wo sogar noch einmal der Betriebsleiter erschien, um uns zu verabschieden. Er war gerade in der Nähe in seinem Garten zur Obsternte. Wir bedankten uns bei dieser Gelegenheit nochmals für die Unterstützung beim Gelingen dieser ersten Etappe der Tagung.


Mittwoch, 22. August  - Schinznach und Wynen- und Suhrentalbahn

Tagung 2001

Heute stand der Wechsel des Standorts nach Zürich auf dem Programm. In Aarau wartete schon der Salonzug der schmalspurigen Wynen- und Suhrental-Bahn (WSB) auf uns, wohl bestückt mit Kaffee und Croissants, so dass die Wahl zwischen zweitem Frühstück und Fotohalt schon etwas schwer fiel. In Gontenschwil kreuzte uns der Güterzug mit aufgesatteltem Normalspurwagen, der für uns mehrmals an die verschiedensten Fotostandpunkte rangiert wurde. Nach überholung durch den planmäßigen Zug fuhren wir weiter nach Reinach und von dort über den letzten noch in der Straße verbliebenen Abschnitt zum Endpunkt nach Menziken-Burg. Dieser Streckenteil wird zur Zeit auf das Trassée der stillgelegten SBB-Strecke Beinwil – Beromünster verlegt, so dass der Straßenabschnitt in Bälde wegfällt. In Menziken-Burg konnten eine E-Lok und der im Zusammenhang mit dem Streckenumbau stehende neue Bahnhof besichtigt werden, der gleichzeitig Bahnhofshalle und Depot werden wird. Auf dem Rückweg bestand Gelegenheit, in Unterentfelden die ebenerdige Kreuzung der WSB mit der SBB sowohl mit Zügen der WSB als auch mit Zügen der SBB zu fotografieren. Danach war in Aarau immer noch genügend Zeit für einen Mittagsimbiss, bevor es mit der SBB nach Wildegg ging. Dort stiegen wir in einen Postbus um, der uns über seinen planmäßigen Endpunkt Schinznach hinaus bis zur Baumschule und sogar in das Baumschulgelände brachte. Hier kam auf der "Schinznacher Baumschulbahn" mit 600mm Spurweite zunächst nur ein mit Diesellok bespannter Zug angefahren. Wir sahen uns kurz die in den Schuppen stehenden Dampflokomotiven, darunter die aus Südafrika stammende Garrat-Lokomotive "Drakensberg" an. Bevor diese eingesetzt werden kann, müssen allerdings noch einige Kurven umgebaut werden, das wird aber voraussichtlich bis zur Saison 2002 erledigt sein. Dann fuhren wir mit einem dampflokbespannten Sonderzug zweimal über die Strecke, die in Form einer 8 angelegt ist. Mit dem Postbus traten wir dann die Weiterfahrt nach Brugg und Zürich an.

Tagung 2001


Donnerstag, 23. August  - Zürich

Tagung 2001

Am Donnerstag trafen wir uns am Escher-Wyss-Platz. Im unmittelbar benachbarten Depot Hard wurden wir vom Präsidenten des Trammuseums Zürich begrüßt, der zusammen mit seinen Vereinsmitgliedern das Programm für Zürich ausgearbeitet und organisiert hatte. Danach fuhren wir mit einem Extratram (Tram 2000) der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) via Depot Kalkbreite zur Zentralwerkstatt in Altstetten. Dort besichtigten wir die Leitstelle und die Werkstätten. Zur großen Freude der Teilnehmer konnten wir die Abnahmefahrten des neuen Cobra und des Tram 2000 mit Sänfte beobachten. Gegen Mittag fuhren wir mit dem Extrazug aus 4x-Standard-Tw 1394 mit Bw 732 durch die Stadt nach Oerlikon ins Depot. Danach fuhren wir zum Trammuseum Zürich im kleinen Depot Wartau. Nach der Museumsbesichtigung folgten mehrere Pendelfahrten mit den historischen Fahrzeugen des Museums (Tw 1, Tw 142, Tw 176) zwischen Museumsdepot und Escher-Wyss-Platz. Zu guter Letzt folgte am Abend eine erholsame Fahrt mit dem Chuchichäschtli und Cabrio-Bw durch das abendliche Zürich mit einer "Nachtfahrt" durch den einzigen Tramtunnel in Zürich.


Freitag, 24. August  - Bremgarten-Dietikon-Bahn

Tagung 2001

Zunächst brachte uns die S-Bahn nach Dietikon. Von dort ging es mit einem Regelzug der Bremgarten-Dietikon-Bahn (BD) nach Bremgarten, wo ein Besuch des Depot und der Werkstatt der BD anstand. Anschließend fand eine Sonderfahrt mit einem historischen Triebwagen mit einem Sommerbeiwagen statt. Die Regelzüge der BD sind Triebwagen oder Pendelkompositionen, so dass an den Endpunkten nicht mehr umgesetzt werden kann. So rangierte unser Sonderzug bereits an der letzten Kreuzungsstation Erdmannlistein, und fuhr dann geschoben zur Endstation Wohlen. Nach Zürich zurückgekehrt besuchten wir noch die Dolderbahn, wo uns an der Bergstation eine kleine Betriebsbesichtigung geboten wurde. Die als Standseilbahn erbaute Bahn wurde später in eine Zahnradbahn umgebaut und verlängert. Am Nachmittag fand im Hotel Sternen in Oerlikon die jährliche Mitgliederversammlung des VDVA statt. Umrahmt wurde die Versammlung durch Vorträge über die Zukunft und die Geschichte der Zürcher Straßenbahn.


Samstag, 25. August  - Forchbahn

Tagung 2001

Am vorletzten Tag, besichtigten wir zunächst das ehemalige Depot Burgwies, das als künftiges Domizil des Trammuseums Zürich vorgesehen ist. Nach einer ausführlichen Besichtigung des Depots fuhren wir mit dem historischen Triebwagen nach Esslingen und zurück nach Forch. Am Nachmittag reisten wir mit dem Interregio nach Zug. Hier besichtigten wir im Busdepot einen Triebwagen der ehemaligen Zuger Straßenbahn, einen historischen Omnibus "Orion" und einen Omnibuszug (Omnibus mit Anhänger), der uns nach einer kurzen Fahrt durch das Zugerland wieder zum Bahnhof Zug brachte. Mit der S1 ging es nach Sihlbrugg, wo wir in die Sihltalbahn umstiegen. In Giesshübel verliessen wir die Sihltalbahn, machten einen kurzen Rundgang durch Depot und Werkstatt der SZU, und bestiegen dann den historischen Zug Tw 2+Bw 42 der Uetlibergbahn, mit dem wir nach Uto Kulm fuhren. Die Sihltalbahn wird mit 15kV, 16 2/3Hz, die Uetlibergbahn mit 1200V= gespeist. Beide Bahnen fahren aber auf teilweise gemeinsam genutzten Gleisen in den unterirdischen Vorortbahnhof unter dem Hbf. Zürich. Daher sind die Stromabnehmer der Uetlibergbahn seitlich versetzt. Auf Uto Kulm nahmen wir dann das traditionelle gemeinsame Abschiedsabendessen ein, welches uns bei herrlichem Ausblick ausgezeichnet mundete.


Sonntag, 26. August  - Zürich

Tagung 2001

Mit einer Abschlußfahrt mit Karpfen-Tw und Bw durch die City von Zürich und anschließenden Extrafahrten mit dem TMZ-Elefanten, dem Tw 176 mit Postrolli und dem Bus V2 (Baujahr 1930) fand der Tag seinen Höhepunkt. Es folgte eine Sternfahrt zum Central, wo sich alle Fahrzeuge trafen. Diese bildete auch das Ende der Tagung in Zürich.Für den Zürcher Teil der Tagung danken wir ganz besonders herzlich dem Trammuseum Zürich mit seinem Präsidenten Martin Schnider und allen seinen Mitgliedern, die beim Programm mitwirkten. Wir wissen es auch zu schätzen, was sie für uns alles „auf die Räder“ gestellt haben. An der anschließenden Fahrt zum Riffelalp-Tram nahmen immerhin noch zwei Drittel der Tagungsteilnehmer teil. Um 14.11 ging es mit der SBB über die Gotthard-Nordrampe mit der Schleifenentwicklung im Bereich des Dorfes Wassen nach Göschenen. Dort stiegen wir in die Schöllenenbahn nach Andermatt um. Von hier fuhren wir bei herrlichstem Sommerwetter mit der FO über Realp, den Furka-Basis-Tunnel und Oberwald nach Brig. Die Fahrt mit der Brig-Visp-Zermatt-Bahn (BVZ) ging dann schon allmählich in die Dämmerung über.


Montag, 27. August  - Riffelalp

Tagung 2001

Am Morgen fanden wir uns um 8.00 Uhr im ersten Zug der Gornergratbahn (GGB) ein. Um 8.17 Uhr kamen wir an der Station Riffelalp an, wo uns bereits der gesamte Wagenpark des Riffelalp-Trams erwartete: Beide Akku-Triebwagen und der Gepäck- und Güteranhänger. Nach ausgiebigem Fotografieren fuhren wir mit dem Riffelalp-Tram bis zum „Riffelalp Resort“, wie sich das frühere Riffelalp Hotel heute nennt. Dort war das berühmte Fotomotiv des Trams mit dem Matterhorn im Hintergrund abzulichten, wobei das Matterhorn ausnahmsweise nicht mit der üblichen Gipfelwolke verhüllt war, sondern in voller Größe völlig frei zu sehen war. Mehrmals fuhr das Tram für uns zur GGB-Station und zurück, so dass alle Wünsche nach Fahr- oder Standaufnahmen zur vollsten Zufriedenheit erfüllt werden konnten. Nach und nach fuhren alle noch bis zur Bergstation der GGB, dem Gornergrat, von wo eine herrliche Aussicht auf die umgebende Bergwelt genossen werden konnte. Je nach der noch am selben Tag zurückzulegenden Strecke der Heimreise mussten wir das im herrlichsten Sonnenlicht liegende Gornergrat kurz nach 12 Uhr oder auch etwas später wieder verlassen. Jetzt konnte auch die spektakuläre Strecke der BVZ entlang der Schlucht der Matter Visp bei bestem Tageslicht erlebt werden. Den letzten Höhepunkt dieser Reise bildete die Fahrt mit der BLS (Bern-Lötschberg-Simplon Bahn) über die Lötschberg Südrampe, die sich über 20 km am Nordhang des Rhonetals emporwindet, dann Richtung Lötschbergtunnel abbiegt und nach dessen Durchquerung auf der Lötschberg-Nordrampe mit einer der Gotthardbahn vergleichbaren Schleifenentwicklung nach Bern führt.

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