Tagung 2000 (Tschechien und Slowakei)
Samstag, 12. August - Bratislava
Die
Tagung begann
morgens um 8 Uhr an der Haltestelle Sumracna. Mit den historischen Tw
38 und 104 begann die Fahrt über das Streckennetz, auch durch
den
bekannten Straßenbahntunnel. Nach kurzem Aufenthalt in der
Straßenbahnremise Trnavka wurde die Fahrt mit einer
modernisierten Doppeltraktion T3M fortgesetzt. In der
Straßenbahnremise Krasnany wurde nach einer Besichtigung
erneut
in den historischen Tatra T2 Tw 215 umgestiegen. Zuvor wurde es nach
Aushändigung zahlreicher Souvenirs und Bücher
ermöglicht, auf einem modernisierten Tatra K2S die
Jubiläums-Fahrerlaubnis "ehrenhalber" zu erwerben. Der
Nachmittag
war den Obusfreunden vorbehalten. Ein Skoda 15 Tr war für die
Unentwegten im Einsatz, im Depot drehte einer der historischen 9 Tr
seine Runden.
Sonntag, 13. August - Trencianska Tepla
Am
Sonntag ging es
mit dem D 603 von Bratislava nach Trencianska Tepla zur elektrischen
Kleinbahn, die von dort nach Trencianske Teplice verkehrt. Der Betrieb
ruhte, da die umfangreichen Modernisierungsarbeiten durch eine
Militärbautruppe noch nicht abgeschlossen waren. Nach der
Depotbesichtigung und Fahrzeugpräsentation fuhr für
die
Fotofreaks ein Bauzug auf die Strecke. Dann fuhr die Gruppe mit dem Bus
die Gesamtstrecke ab und weiter nach Kysucko, wo die Waldbahn
besichtigt und mit dem bestellten Dampfzug durch die herrliche
Waldlandschaft gefahren wurde. Mit dem Bus ging es danach weiter zum
Obus Zilina. Dort wurde vor der Rückfahrt nach Kosice ein
kurzer
(Foto-)Aufenthalt eingelegt.
Montag, 14. August - Kosice
Heute
stand die
Jugendbahn Crmel - Pionier, eine Besichtigung der
Straßenbahnremise VOZ Bardejovska und eine Fahrt mit den
historischen Triebwagen 103 und 104 ex Prag durch die Stadt auf dem
Programm (siehe Foto). Am Mittag sollte der Umstieg in einen T6A5-Zug
erfolgen. Auf Wunsch der VDVA-Mitglieder wurde kurzerhand von
Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe ein Tausch mit einem KT8D5 in
Originallackierung organisiert. Bei der Fahrt auf der
Überlandstrecke zum Chemiewerk durften einige
Straßenbahnfahrer unter den VDVA-Teilnehmern den Sonderwagen
selbst fahren, was die betroffenen Experten natürlich
besonders
erfreute. Am Abend fand im Hotel die Mitgliederversammlung statt.
Dienstag, 15. August - Poprad Tatry
Von
Kosice ging es
zum Höhepunkt dieser Tagung in die Hohe Tatra. Nach Ankunft in
Strba stand Depotbesichtigung bei der Zahnradbahn und die Weiterfahrt
mit einem Sonderzug inklusive Fotohalte nach Strbske Pleso auf dem
Programm. Dort wurden die Teilnehmer vom historischen zweiachsigen ET
22 "Kometa" (aus der Reihe 405) samt Beiwagen 16 (gebaut von
Ganz/Siemens im Jahre 1913 bzw. 1911) erwartet. Die Fahrt über
das
Gesamtnetz der Tatrabahn mit ausgesuchten Standpunkten für
Fotohalte war ein unvergessliches Erlebnis. Am Abend ging es nach einer
Werkstattbesichtigung in Poprad-Tatry mit dem D-Zug zurück
nach
Kosice.
Mittwoch, 16. August / Donnerstag 17. August - Ostrava
Heute
machte sich
die VDVA-Gruppe mit dem Zug auf den Weg nach Ostrava, wo für
den
Nachmittag eine Obus-Sonderfahrt eingeplant waRené Die
Gruppe
wurde vom freundlichen Verkehrsbetrieb Ostrava mit der neuesten
Busgeneration - ein 3achs-Diesel-NF-Bus (Kooperation Tschechien/Polen)
vom Bahnhof abgeholt und zum Hotel gebracht. Bei der
anschließenden Depotbesichtigung erhielten die Teilnehmer vom
Geschäftsführer ausführliche Information
über
Leistungen sowie statistische Zahlen des Verkehrsbetriebes
(Kostendeckung ca. 75%). Gefahren wurde mit den historischen Skoda 8Tr
und 9Tr sowie mit den modernen 17Tr- (Prototyp) und 21Tr-Obussen.
Nach
dem
Frühstück des nächsten Tages begann die
Sonderfahrt mit
einem NF-Straßenbahnwagen (Skoda LTM 10.08) direkt vor dem
Hotel.
Nach der Depotbesichtigung in Moravska und Poruba folgte eine Fahrt mit
einem Tatra-K2 auf die Überlandstrecke nach Zatisi. Weiter
gings
zur Hauptwerkstatt Martinov, wo nach einigen Hofrundfahrten mit
diversen historischen Wagen auf die Gruppe die bekannten Tatra-Typen T1
und T2 zur Sonderfahrt nach Nova Hut warteten. Der
Geschäftsführer der Hauptwerkstatt war, was die
vielen Fragen
der Mitglieder betraf, sehr freundlich, stillte den Wissensdurst und
gab eine kleine Lektion in Verkehrstechnik und
Verkehrsökonomie.
Freitag, 18. August - Olomouc
Das
vorletzte
Etappenziel war der Straßenbahnbetrieb Olomouc, ein kleiner
aber
sehr gepflegter Verkehrsbetrieb. Vor dem Hauptbahnhof warteten bereits
der historische Tw 223 (ex Prag, Fa. Ringhoffer aus dem Jahr 1930) und
ein modernisierter Tatra T3. Und ab ging es über die
Neubaustrecke
durch die Trida Kosmonautu und die alte Innenstadt zum Depot, wo eine
Besichtigung eingeplant waren. Zur großen
Überraschung der
VDVA-Gruppe waren drei Niederflur-Tw vom Typ Astra im Einsatz. Der
Geschäftsführer gab den Teilnehmern wertvolle
Informationen,
z.B. über die neue Hwst. Nove Svet und den zweigleisigen
Ausbau
der Strecke zum Friedhof zwischen Hrbitovy und Neredin. Am Abend fuhr
die Gruppe zum letzten Ziel der diesjährigen Tagung nach Brno.
Samstag, 19. August - Brno
Um
8.30 Uhr war
Treffpunkt am Moravske Namesti, wo die Gruppe vom Museumszug Tw 107+Bw
215 (Baujahr 1943 bzw. 1926) abgeholt wurde. Nach einer Fahrt durch die
Altstadt ging’s weiter zur Remise Pisarky. Dort gab es
zahlreiche
zu Arbeitswagen umgebaute Tatra-T2 und viele modernisierte T3 und K2 zu
sehen. Mit dem Original-K2 (Sickenblech) fuhr die Gruppe die lange
Strecke der Linie 7 zur Hauptwerkstatt nach Medlanky, wo einer der
nicht mehr zugelassenen Tatra-NF-Wagen RT6N ins rechte Licht gefahren
wurde. Am Nachmittag wurde die VDVA-Gruppe mit einem KT8D5N (mit
Niederflurmittelteil) zum Namesti Svobody gebracht und hatte die
Möglichkeit, die Altstadt zu besichtigen und einen Imbiss zu
nehmen. Nach ca. einer Stunde fuhr die Gruppe weiter in Richtung Lisen
mit einem Zwischenhalt in Komin zur Besichtigung der neuen
O-Bus-Remise. Die Freunde des Technischen Museums Lisen hatten zu
großen Überraschung zwei historische
Skoda-Dieselbusse an
der Endstelle in Lisen zur Anreise zum Technischen Museum Brno, das
etwas außerhalb liegt, bereitgestellt. Die vielen
verschiedenen
Exponate beeindruckten, auch wenn die Tram-Lok leider nicht
einsatzfähig war. Freundlicherweise fuhren die Gastgeber mit
den
Bussen noch zurück zum Hotel und nach einem kurzen
Frische-Stop
weiter bis auf den Hrad, die Zitadelle von Brno, wo die VDVA-Gruppe in
die Weinstube geladen waren. Die Teilnehmern erwartete ein
Drei-Gänge-Menü, das gleichzeitig Abschluss der
Tagung 2000
war.
Wo uns
keine Fotos von der Tagung vorliegen, zeigen
wir andere Aufnahmen der erwähnten
Fahrzeuge aus dem Archiv des VDVA-Webmasters (www.tra.ms)